P0420 Katalysator Wirkungsgrad

Der Katalysator hat die Aufgabe schädliche Abgase in nicht schädliche Gase umzuwandeln. Um die Funktion des Katalysators zu überwachen, wurde zu der vorhandenen Lambdasonde vor dem Kat, noch eine Lambdasonde nach dem Kat eingebaut. Die Diagnose- oder Monitorsonde. Da bei optimaler Umwandlung nach dem Katalysator kein Co (Kohlenmonoxid) und kein O2 (Sauerstoff) mehr vorhanden ist, pendelt die Lambdasonde leicht bei ca 0,6 bis 0,8 Volt. Bei defekten Katalysator fängt die Diagnosesonde an zu pendeln, ähnlich der Regelsonde. Die Pendelvorgänge der Lambdasonden findet zeitversetzt statt. Das ist für das Motorsteuergerät die Information, dass der Katalysator nicht mehr richtig regeneriert.

Um den Fehler zu überprüfen, bietet es sich nun an, einen Abgastester anzuschliessen. Die Lambdasondenspannungen vorne und hinten auslesen und vergleichen. Der Co-Gehalt sollte nicht über 0,3 % gehen. Bei einem O2-Gehalt von weniger als 0,2 ist wahrscheinlich der Katalysator defekt. Diese Messungen nicht nur im Leerlauf, sondern auch bei erhöhter Motordrehzahl prüfen. Es kann auch passieren, dass alle Werte in Ordnung scheinen. Dann sollte beim Fahren die Lambdasondenspannungen angeschaut und verglichen werden. Es gab auch schon den Fall dass keine Abweichungen zu sehen war und der Fehler darin lag, dass der Katalysator nicht zum Fahrzeug passte. Daher auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Speziell bei Katalysatoren aus dem Internet,

P0300 P03XX Zünd- oder Verbrennungsaussetzer erkannt

P0300 Verbrennungs- oder Zündaussetzer erkannt, bzw. P03XX wobei das XX für den jeweiligen Zylinder steht.
Das Motorsteuergerät misst dabei die Zeit, die ein Kolben nach einem Zündvorgang vom oberen zum unteren Totpunkt benötigt. Die Information dazu bekommt er über den Drehzahlsensor.

Weicht die Zeit zu stark vom bekannten Wert ab, so geht das Steuergerät davon aus, dass die Verbrennung nicht ordnungsgemäss ablief. Je nach Abweichung leuchtet die Motorkontrolleuchte permanent auf, oder blinkt.

Der Fehlercode wird dabei nicht sofort gesetzt, sondern erst nach einer gewissen Anzahl von erkannten Aussetzern.

Über der Istwertausgabe, bzw. Parameter kann man den Fehlerzähler auslesen und schauen welcher Zylinder am stärksten betroffen ist.

Ursachen zu diesen Fehlercode sind zum Beispiel Probleme in der Zündanlage oder Einspritzventile. Da es auch an Problemen in der Motormechanik liegen kann, ist eine Prüfung von Kompression und eine Druckverlustmessung unerlässlich. Falschluft, verstellte Steuerzeiten oder eine verstopfte Abgasanlage können ebenfalls diesen Fehler verursachen.


P0171 Gemisch zu fett

P0171 Gemisch zu fett

(Fehlertext kann je nach verwendeten Diagnosegerät abweichen)

Analog dazu ist natürlich der Fehlercode P 0171 Gemisch zu fett zu bewerten.

Auch hier sollten die Abgaswerte geprüft und bei zu fetten Gemisch die Ursache in Form von zu hohen Kraftstoffdruck, defekter Luftmassenmesser oder Saugrohrdrucksensor, verschmutztes Drosselklappenteil,

offenstehendes Aktivkohlefilter, undichter Kraftstoffdruckregler (Unterdruckschlauch) oder tropfende Einspritzventile usw. zu finden sein.

Siehe auch Erklärung unter Gemischkorrekturen

 

P0170 Gemisch zu mager

P0170  Gemisch zu mager oder P0171 Gemisch zu fett
(Text kann je nach verwendeten Diagnosegerät abweichen)

Dieser Fehlercode besagt, dass die Lambdasonde über einen längeren Zeitraum ein zu mageres Gemisch erkannt hat. Um wieder in den richtigen Regelbereich zu gelangen (ca Lambda 1), muss das Steuergerät das

Gemisch entsprechend  anfetten. Das Steuergerät erhöht die Einspritzzeit entsprechend und beobachtet die Signale der Lambdasonde. Wenn nun die Lambdasonde wieder pendelt, belässt es das Steuergerät bei

dieser Einspritzzeit. Wenn nun das Steuergerät die Einspritzzeit zu weit anheben muss, um wieder in eine Regelung zu kommen, wird es einen Fehler setzen und die MIL-Lampe einschalten (meistens zwischen 10-25

%). Nun muss der KFZ-Techniker die Ursache für das zu magere Gemisch suchen.

Als Ursache kommen Falschluft, ein fehlerhafter Luftmassenmesser, bzw. Saugrohrdrucksensor, zu niedriger Kraftstoffdruck oder zugekokte Einspritzventile usw. in Frage. Auch eine falsch arbeitende Lambdasonde

kann diesen Fehlercode erzeugen! Daher ist immer der Abgastester bei dieser Prüfung anzuschliessen und die Abgaswerte in Zusammenhang mit der Lambdasonde anzuschauen. Eine zu niedrige

Lambdasondenspannung deutet auf ein zu mageres Gemisch und eine hohe Lambdasondenspannung auf ein zu fettes Gemisch hin.

Zeigt der Abgastester zum Beispiel einen zu hohen Sauerstoffanteil an (O2 über 0,3 Volumen-% und CO unter 0,2 Volumen-%) und die Lambdasonde zeigt längere Zeit eine zu hohe Spannung an, ist eher von einer

defekten Lambdasonde auszugehen. Zeigen allerdings Lambdasonde und Abgastester ein zu mageres Gemisch an, so ist der Ursache in Form von Falschluft, Kraftstoffdruck usw. nachzugehen.

Diese Messungen sollten sowohl bei Leerlaufdrehzahl als auch bei erhöhter Drehzahl (2000-2500 U/min) erfolgen und der Motor und Katalysator Betriebstemperatur aufweisen).